"O, wach liege ich durch die lange Nacht; meine ruhelose Seele flattert bis zum Morgengrauen. Die Winde seufze…
"O, wach liege ich durch die lange Nacht; meine ruhelose Seele flattert bis zum Morgengrauen. Die Winde seufzen und stöhnen von allen Seiten; weißer Frost haftet im Hof..."
Zur dritten Nachtwache, tief im Verlassenen Palast, erhebt sich ein schwaches, klagendes Schluchzen aus einem trockenen Brunnen in einem verwüsteten Garten. Neben dem Brunnen regt sich ein verdorrter Gingkobaum ohne Brise, und ein drei Fuß langes Stück Weiße Seide entfaltet sich plötzlich.
In einer Trance sieht man einen umgekehrten blassen Schatten, das Haar verhüllt sein Gesicht, als rezitiere er eine Rhapsodie aus Abschiedsschmerz. Seine Stimme ist voller Kummer, und jedes Wort, das gesprochen wird, blüht eins nach dem anderen auf der Weißen Seide in Strichen rot wie Blut...
Wagt man einen Blick, wird der Blick gefangen, die Seele umgarnt und der Geist ergriffen.
So heißt es: Dies ist die Seele eines Dichters, auf der Suche nach Versen, um sie zu einer Rhapsodie zu weben.