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"Ich traf den verstorbenen Kaiser erstmals in meinen Tagen der Bedeutungslosigkeit. In Armut geboren, hegte ic…

"Ich traf den verstorbenen Kaiser erstmals in meinen Tagen der Bedeutungslosigkeit. In Armut geboren, hegte ich große Ambitionen, fand jedoch keinen Gönner, der meinen Wert erkannte. Ich überquerte den Fluss auf der Suche nach einem Amt, doch die Korruption durchdrang die Bürokratie, sodass ich die Prüfungen immer wieder nicht bestand und beinahe mittellos auf den Straßen zugrunde ging. Der verstorbene Kaiser, von unermesslicher Großzügigkeit, teilte ohne Zögern mit mir, obwohl er nicht mehr als einen groben Kuchen besaß. So reiste ich nach Luoyang, um einem wahren Herrscher zu dienen, doch was ist ein wahrer Herrscher? Kaiser Yin hatte den rechtmäßigen Anspruch, doch fehlte ihm das Talent zu regieren; Liu Zhiyuan war mutig, aber arrogant und gierig; Guo Wei befehligte die Armeen, war jedoch übervorsichtig, und seine Söhne waren nichts als Mittelmäßigkeiten. Nur der verstorbene Kaiser, der mich nie für meine Misserfolge verachtete, trug die Welt in seinem Herzen und war an Weisheit und Mut unübertroffen. Während seiner Herrschaft blieb das Reich friedlich. Es war mein größtes Glück, ihm zu dienen. Ach! Nach dem Tod des verstorbenen Kaisers konnte ich meine Tränen kaum zurückhalten. Doch mit Zhao Kuangyin, der den Thron im Blick hatte, und dem jungen Prinzen, der noch ein Kind war, durfte ich es mir nicht leisten, zu weinen. Eine einzige Mahlzeit der Güte muss mit lebenslanger Loyalität vergolten werden, umso mehr eine Schuld so groß wie seine Gunst und sein Vertrauen!" —Handschriftliche Memoiren von Wei Renpu

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