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Der Junge ging schließlich und nahm viele, viele Mondfangnetze mit sich. Xian'a wusste, was er vorhatte. Sie …

Der Junge ging schließlich und nahm viele, viele Mondfangnetze mit sich. Xian'a wusste, was er vorhatte. Sie verstand ihren Bruder – sein Herz war sanfter, reiner als der Mond im Wasser. Aber sie hatte auch Angst, verfolgt von der Zukunft, die sie gesehen hatte: dieser sanfte Bruder, dem der Segen des Mondes genommen wurde, verdorrend und sterbend im Sandmeer. Also machte sich auch Xian'a auf den Weg. Sie schwor, den Jungen zurückzubringen. Sie sprach nicht von den Visionen, die sie im Mondlicht gesehen hatte. Das war ihr Geheimnis. Sie war aus einem Wunder geboren, aus einem rückläufigen abnehmenden Mond, bestimmt, als neue Mondsichel zu sterben. Sie wusste nur nicht, ob sie dieses Wunder übertreffen und das vorbestimmte Schicksal ihres Bruders brechen könnte. Sie ging, sie sang. Wenn sie durstig war, schöpfte sie eine Handvoll klaren Quellwassers; wenn sie hungrig war, schöpfte sie einen Mond. Bis ihr Gesicht noch jünger wurde. Manchmal hatte auch sie Angst – Angst, dass sie, wie ihr Bruder, vielleicht nie zum Herzen des Mondlichts zurückkehren würde. Aber sie hörte nicht auf. Sie war nicht an bloße Gefühle gebunden, und sie wusste, dass ihr Schicksal anders war als das der anderen. Aber wenn das Mondlicht das feste Schicksal aller verkündete, warum durfte sie es dann sehen? Da sie es gesehen hatte, würde sie es übertreffen.

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