Reis ist praktisch ein Einheimischer von Anmutstadt. An dem Tag, an dem er geboren wird, brennt die Stadt. Die…
Reis ist praktisch ein Einheimischer von Anmutstadt.
An dem Tag, an dem er geboren wird, brennt die Stadt. Die Menschen fliehen in alle Richtungen. Sein erster Besitzer schließt für immer die Augen, bevor er ihm überhaupt einen Namen geben kann.
Dann kommen viele neue Leute. Reis ist glücklich, besonders als eine Frau mit Kopftuch ihn mit nach Hause nimmt. Seine neue Besitzerin ist ebenfalls glücklich, denn auf den Feldern wachsen wieder goldene Körner.
Als der Herbst kommt, reibt sie die vollen Spelzen zwischen ihren Handflächen, lacht und weint, und durch ihre Tränen sieht sie den Hund auf den Reisfeldern spielen. "Du", sagt sie, "dein Name ist Reis."
Und Reis versteht. Genau wie der Reis hat seine Besitzerin in Anmutstadt wieder ein Zuhause gefunden.