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Am Südufer des Hutuo-Flusses liegt eine Sandbank namens Schilfrohr-Blume. Wenn die Herbststürme aufziehen, wie…

Am Südufer des Hutuo-Flusses liegt eine Sandbank namens Schilfrohr-Blume. Wenn die Herbststürme aufziehen, wiegen sich die Schilfrohre im Wind, ihre weißen Büschel treiben wie ein Schneegestöber dahin. In Nebel gehüllt, atmet die Sandbank bei Morgengrauen und Abenddämmerung Dämpfe aus. Viele Reisende, die nachts ihr Boot anlegen, verirren sich im Labyrinth der Schilfrohre. Manchmal schwebt ein ätherischer Gesang durch den Nebel, der so nah klingt, als streife er das Ohr. Folgt man der Melodie, findet man vielleicht den Weg aus dem nebligen Irrgarten. So entstand die Legende der Schilfrohr-Fee, einer Dame, die über die Gewässer schwebt, um die Verirrten zurück zu ihren angestammten Heimen zu führen. Doch in diesem Jahr beißt der Frost tief, und der Hutuo-Fluss ist von Eis bedeckt. Wegen der Plünderer sind die Menschen nach Süden geflohen, auf der Suche nach Schutz, und der Gesang über dem Fluss ist nicht mehr zu hören. Nun, da wir obdachlos durch das Land ziehen, bleiben nur noch die rauschenden Schilfrohre an den verlassenen Wällen in der herbstlichen Kälte.

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