Zhang Jinqing hockte außerhalb der Hintertür des Tempels und beobachtete Hui Jingyi, die konzentriert ein Spielstein fes…
Zhang Jinqing hockte außerhalb der Hintertür des Tempels und beobachtete Hui Jingyi, die konzentriert ein Spielstein festhielt.
"Hab's!" Mit einer Handbewegung eliminierte Hui Jingyi Zhang Jinqings letzten Stein.
"Solltet ihr Nonnen nicht barmherzig sein? Das war hart."
Hui Jingyi murmelte einen Buddhanamen. "Selbst der Buddha hat eine zornige Gestalt, geschweige denn wir Mönche."
Tempel sind Orte stiller Einkehr; das tägliche Leben verlief meist ruhig. Sutren kopieren, Sutren rezitieren – die Tage waren wie gewundene Räucherstäbchen, die jedes Mal auf die gleiche Weise brannten.
Aber nach der Begegnung mit Zhang Jinqing begann sich Hui Jingyis Leben zu verändern.
Zhang Jinqing schritt mit einer Mo-Klinge durch das Tempeltor und begrüßte jede junge Nonne herzlich.
Sie half eifrig den Schwestern in der Krankenstube beim Holz hacken, unterstützte die Kräuter sammelnde Nonne beim Sortieren der Medizin.
Sie schlich sich in die Schriftenhalle, hielt ein namenloses Kätzchen im Arm und rezitierte gemeinsam schwierige Sutren.
Sie führte den Besen mit solcher Hingabe, dass sie den Schnee im Hof sauber fegte.
Sie war wie ein ungestümer Welpe, der in die stille Nacht des Tempels stürmte und sich einen Strahl der Morgendämmerung von den östlichen Wolken lieh.
"Jingyi, wann hast du Zeit? Lass uns auf den Markt gehen!"
"Jingyi, was war das, was du letztes Mal rezitiert hast? Ich bin eingeschlafen. Kannst du es nochmal vortragen?"
"Jingyi, ich habe dieses wirklich lustige Ding namens Piaoyao Battleboard gefunden. Willst du es ausprobieren?"
"Jingyi..."
So laut. Hui Jingyi lächelte. "Sei leise. Du weckst den Buddha auf."
"Der Buddha wird es nicht stören, wenn er aufwacht." "Der Buddha ist ein guter Buddha. Die Menschen sind gute Menschen."
"Wirklich gute Menschen."