Zhang Wanshi lag nie etwas an Wein. Als er Halcyon und den Kranich unterrichtete, hatte er nur wenige Regeln, doch der V…
Zhang Wanshi lag nie etwas an Wein. Als er Halcyon und den Kranich unterrichtete, hatte er nur wenige Regeln, doch der Verzicht auf Wein war eine davon. Wein trübt den Geist und die Sinne, und ein einziger Fehltritt konnte ein Stück feiner Arbeit ruinieren, kostbare Materialien verschwenden, was sich nicht von einer Sünde unterscheidet.
Doch nach seiner Rückkehr von jenseits der Gipfel wurde Zhang Wanshi zu einem gebrochenen Trunkenbold. Immer wenn er die Augen schloss, erfüllte das Geräusch von Wehklagen seine Ohren. Vor ihm erhob sich ein Meer von Gesichtern, hohl, schlammverkrustet und aller Farbe beraubt.
"Ich konnte euch nicht retten. Ich konnte keinen von euch retten."
Er hatte alles gegeben, was er hatte. Er wusste nur zu gut, dass er sich in Krug um Krug Wein zu ertränken nichts weiter war, als sich an den letzten ausfransenden Strohhalm zu klammern. Dieser Strohhalm war längst zerbrochen, und doch konnte er nicht aufhören, sich zu fragen: Hätte man ihm an jenem Tag, wenn er wirklich jeden letzten Tropfen ausgeschöpft hätte, die Autorität gegeben, den Fluss zu bändigen und die Deiche zu verstärken? Wäre irgendetwas anders gewesen?
Doch die Toten kehren nicht zurück, und die Fluten würden ohne Barmherzigkeit erneut wüten.
Es gibt also wirklich Dinge, die jenseits der menschlichen Reichweite liegen. "Genie" war ein Titel, den er sich selbst verliehen hatte. Am Ende bedeutete er überhaupt nichts.
Seine Hände zitterten heftig, als er erneut nach dem Weinkrug griff. Sich zu erinnern ist Wahnsinn. Zu vergessen, ebenfalls Wahnsinn. Zu nichts nütze. Dann soll dies mein Ende sein. Lasst mich hier in Vergessenheit ertrinken und vergehen, ohne auch nur ein Grab, das meinen Namen trägt.