Der Erdteufelsgott ist von Natur aus hässlich, klein und gierig. Indem er seine Stärken nutzte und seine Schwä…
Der Erdteufelsgott ist von Natur aus hässlich, klein und gierig. Indem er seine Stärken nutzte und seine Schwächen vermied, meisterte er eine einzigartige unterirdische Kampfkunst, die es ihm ermöglichte, sich durch die Erde zu graben und zu bewegen. Aufgrund dieser Fähigkeit wurde er von Häuptling Du aufgenommen und als Unterführer eingesetzt, wo er Tag für Tag Reisende überfiel und ausraubte.
Doch die Gier des Erdteufelsgottes kannte keine Grenzen; einfache Straßenräubereien konnten ihn nicht befriedigen. Nachdem er unzählige Mythen und Legenden gehört hatte, entwickelte er eine besondere Vorliebe für Geschichten über böse Gottheiten. Er glaubte, dass jene, die dem Land Schrecken einflößten, mit Opfergaben und Verehrung aus Angst belohnt wurden. So begann er, sich selbst als „wundersames Wesen, das von den Sternen herabgestiegen ist“, zu betrachten, ähnlich wie die seltsamen Helden und Freaks aus alten Geschichtenbüchern. Dank seiner Grabkünste gab er sich als lokaler Erdgott aus, übernahm einen Dorfschrein und zwang die umliegenden Dorfbewohner, Tag und Nacht Opfer darzubringen – alles unter dem Vorwand, „Katastrophen abzuwenden“. Wer sich weigerte, Tribut zu zahlen, erlebte schnell Unglück vor seiner Haustür, und viele ahnungslose Händler traf das Schicksal auf der Straße.
Noch immer unbefriedigt von den täglichen Opfergaben, veranstaltete der Erdteufelsgott große Rituale. Diese lebhaften Versammlungen bescherten ihm nicht nur Gold, Silber, Essen und Wein, sondern stillten auch seinen Stolz, als er die ängstliche Ehrfurcht der Menschen beobachtete. Heute hat er bereits das zweite Ritual des Monats vor dem von ihm besetzten Schrein vorbereitet und erwartet ungeduldig frische Opfergaben von vorbeiziehenden Dorfbewohnern und Reisenden.