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Wang Qing kann sich noch immer an den Streit erinnern, den er einst mit seinem jüngeren Schüler Jiang Yuan dar…

Wang Qing kann sich noch immer an den Streit erinnern, den er einst mit seinem jüngeren Schüler Jiang Yuan darüber hatte, was es wirklich bedeutet, ein großer Held zu sein. Jiang Yuan, der als Waise von der Sekte aufgenommen wurde, glaubte, dass die Beherrschung der Kampfkünste mit der Pflicht einherging, Mitstreiter zu unterstützen und der Sekte mit Loyalität zu dienen. Doch für Wang Qing war diese Ansicht viel zu eng. In seinen Augen stand ein wahrer Held für etwas Größeres: dem Land zu dienen, das Volk zu schützen und für Frieden und Stabilität zu kämpfen. Sie waren damals beide jung, zu jung, um die Welt durch die Augen des anderen zu sehen. Ihr Streit eskalierte, und als Worte versagten, folgten Fäuste. Der Zusammenstoß endete damit, dass beide bestraft und angewiesen wurden, drei Tage in stiller Reflexion zu verbringen. In den folgenden Jahren bleibt Wang Qing seinen Überzeugungen treu und zieht an die Front, um gegen die Khitan zu kämpfen. Auch Jiang Yuan hält sein Versprechen und widmet sich den Angelegenheiten der Sekte. Doch das Schicksal lässt ihre Wege nicht lange getrennt bleiben. In einem grausamen Feldzug sieht sich Wang Qing vom Feind umzingelt. Im kritischen Moment ist es Jiang Yuan, der mit einer Gruppe von Schülern ins Herz des Kampfes eilt, um ihn zu retten. Der Kampf ist erbittert, und im Chaos trifft ein Pfeil Jiang Yuan in die Brust. Sterbend wendet er sich Wang Qing zu und vertraut ihm mit seinem letzten Atemzug seinen jungen Sohn an. Neben seinem gefallenen Waffenbruder kniend, hört Wang Qing noch immer das Echo der Worte, die vor langer Zeit gesprochen wurden: „Ein großer Held hilft seinen Mitstreitern.“ Erst jetzt begreift er voll und ganz, was Jiang Yuans Vorstellung von einem großen Helden wirklich bedeutet.

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