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Es war wieder Laternenfest, und Longzhou erstrahlte in bunten Lichtern, Menschenmassen und festlichem Chaos. …

Es war wieder Laternenfest, und Longzhou erstrahlte in bunten Lichtern, Menschenmassen und festlichem Chaos. Wei Zhixi, die sich nie übertreffen ließ, verbrachte die Morgendämmerung damit, durch die Villa zu eilen, jede Ecke zu schmücken und völlig ihren kleinen Sohn zu vergessen, der gerade erst aufgewacht war. Das passte Zhao Chengzong perfekt. Der Junge, kaum halb so groß wie ein Erwachsener, holte leise ein vorbereitetes Bündel unter seinem Bett hervor. Auf Zehenspitzen schlüpfte er zwischen den Roben des Hausmeisters und den Röcken der Dienstmädchen hindurch, glitt durch das Hundeloch in der Hofecke und entkam. Er hatte dies wochenlang geplant. Seine Mutter nörgelte ständig, er solle lernen, sein Vater war immer weg, und niemand hörte auf seine Proteste. Genug war genug! Heute würde er seine Entschlossenheit beweisen, indem er weglief, nur um zu zeigen, dass er nur eine Stunde am Tag lernen wollte, nicht zwei! Aber diese schwarz gekleideten Gestalten da vorne... hey, warum wurde ihm plötzlich dieser Jutesack über den Kopf geworfen? Bei Einbruch der Nacht war Longzhou still geworden, aber im Haushalt der Zhaos herrschte Chaos. Sie durchkämmten die ganze Stadt nach ihrem jungen Meister, doch vergeblich. Ein Tag verging, dann zwei. Madame Wei suchte die ganze Nacht gespielt, während Herr Zhao aus tausend Meilen Entfernung zurückeilte. Die Hoffnung schwand, als ein Jutesack vor dem Tor abgeladen wurde und ihr Sohn unversehrt, mit großen Augen und sehr aufgeregt heraussprang. "So cool! Der Held war so cool!", plapperte er. "Er bewegte sich so, dann so... whoosh! ... und warf alle zu Boden! Sie sagten, Kinder wie ich seien Geld wert, aber der Held schlug hier, trat dort und schnappte mich einfach!" "Sein Name? Er sagte, er habe keinen!" "Ich sagte, die Welt sei so furchterregend! Er sagte, keine Sorge, es gäbe viele Helden wie ihn!" Nach stundenlangem Geplauder wurde Zhao Chengzong endlich müde. Als er unter seiner Decke einschlummerte, grübelte er über die letzten Worte des Helden: "Ein Held ist nur ein Funke... doch Funken können die Ebenen entzünden." Was bedeutete das? Er war sich nicht sicher. Aber morgen würde er, Zhao Chengzong, zum hellsten Stern von allen werden.

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