Eine namenlose Ahnentafel ruht still unter einem Baum. Sie war Teil ihrer Mitgift, aus dem Palast geschmuggel…
Eine namenlose Ahnentafel ruht still unter einem Baum.
Sie war Teil ihrer Mitgift, aus dem Palast geschmuggelt, als sie ging – die letzte Spur ihrer ungenannten Mutter in dieser Welt.
Ihre Mutter summte einst ein Lied, während sie anmutig in den Palastgärten tanzte.
Diese sanfte, schüchterne Palastfrau hoffte nur, ihr Kind würde eine gute Partie finden und sicher in der Hauptstadt leben.
Doch sie weigerte sich, eine Pfingstrose im Gewächshaus zu sein. Sie wollte dort erblühen, wo sie es wählte, mit ihrer eigenen Kraft.
Selbst wenn Wind und Frost sie angriffen, würde sie immer wieder erblühen.
Sie durchquerte endlose gelbe Sande und Schneestürme, nutzte Mut und Weisheit, um einem fremden Land Stabilität zu bringen.
Wäre ihre Mutter noch hier, sie wäre in Frieden – oder stolz.
Aber ihre Mutter würde es nie sehen.
Unter einem hellen Mond hob sie ihre Röcke, nahm die Haarnadeln ab und tanzte jenen Kindheitstanz vor der Ahnentafel ihrer Mutter.