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Lan He reiste südwärts durch Jingchu, sammelte Inspiration und komponierte Musik, wobei er jedes Zeitgefühl ve…

Lan He reiste südwärts durch Jingchu, sammelte Inspiration und komponierte Musik, wobei er jedes Zeitgefühl verlor. Eines Tages bemerkte er, dass die lokalen Musikschamanen alle rote Quasten trugen, und fragte sie nach dem Grund. "Zinnober ist das reinste Yang", antwortete einer, "fähig, mit dem Gott der Musik zu kommunizieren. Die rote Schnur wehrt Böses ab und zieht die Gunst des Gottes an." In Sehnsucht nach den Schneepflaumen-Geschwistern kaufte Lan He Zinnober, um Seide zu färben, und fertigte je eine Quaste für den Guqin und die Flöte, an deren Enden er mehrere silberne Glöckchen befestigte. Monate später kehrte er zur Ba-Brücke zurück, doch die alten Freunde waren nirgends zu finden. Er hing die Zinnoberquasten an die knorrigen Äste eines uralten Pflaumenbaums und ging. Am nächsten Tag trafen die Geschwister ein und hörten leise Musik aus den Zweigen klingen. Der Wind hatte die Glöckchen bewegt und einen Klang wie den hohlen Atem einer Flöte hervorgebracht. Sie nahmen die Quasten ab und befestigten sie an ihren eigenen Instrumenten, wissend, dass ihr Freund, obwohl weit entfernt, sie nicht vergessen hatte. Für diejenigen, deren Herzen im Einklang sind, sind Worte nicht immer nötig. Die Welt ist weit genug, um ein Zuhause zu sein, und wenn der Geist sein Echo findet, wird die verwandte Seele kommen.

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