An dem Tag, als A'Lang geboren wurde, lag Wan Yan im Bett und wischte glücklich Tränen weg. Der brennende Sch…
An dem Tag, als A'Lang geboren wurde, lag Wan Yan im Bett und wischte glücklich Tränen weg.
Der brennende Schmerz war noch nicht verflogen, doch sie konnte es kaum erwarten, das schreiende Kind aus den Händen der Hebamme zu nehmen.
"Mein Kind... danke."
"Danke, dass du mich als deine Mutter erwählt hast. Danke, dass du bereit warst, durch mich in diese Welt zu kommen."
Wan Yan schwor stillschweigend, diesem Kind ein Leben in Freiheit und Freude zu schenken.
Von klein an war Wan Yan nicht bereit, ihr Kind auch nur das geringste Leid ertragen zu lassen.
Es war nicht so, dass Wan Yan A'Lang nicht erziehen konnte – das Wachstum eines Kindes braucht Regeln. Doch sie belastete ihn nie mit Erwartungen, die man keinem Kind auferlegen sollte. Im Gegensatz zu anderen Eltern, die ständig davon schwärmten, ihr Sohn möge ein Drache werden, sagte Wan Yan am häufigsten: "Mutter wird dir zuhören."
Sie wusste von Anfang an, dass ihr Kind nicht ihr gehörte, sondern sich selbst. Dass er bereit war, an ihrem Schoß geboren zu werden und sie 'Mutter' zu nennen, war ein Vermögen, das über Lebenszeiten hinweg reichte.
Wan Yan war Buddhistin und opferte oft schon vor ihrer Heirat Lampen vor dem Buddha.
Nach A'Langs Geburt entzündete sie eine zusätzliche Lampe nur für das Kind, im Namen von A'Lang.
"Mein Kind, Mutter entzündet diese Lampe für dich, doch du musst wissen, dass jeder zukünftige Ruhm dein eigenes Werk ist."
"Wenn die Zeit kommt, dass du davonfliegst, fühle dich nicht an mich gebunden."
"Doch wann immer du müde bist, wird Mutter immer ein Zuhause für dich bereithalten."