Er erwachte aus einem angenehmen Traum in einem leeren Bett. Neben ihm lag eine halbe Notiz, bereits kalt. "Es…
Er erwachte aus einem angenehmen Traum in einem leeren Bett. Neben ihm lag eine halbe Notiz, bereits kalt.
"Es gibt noch Dinge, die ich nicht durchdacht habe. Warte auf mich."
Er saß unter dem Banner der Station und wartete von Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang, Tag für Tag. Die Lebhaftigkeit der letzten Tage hatte sich immer unwirklich angefühlt. Nun, da sie sich entschieden hatte zu gehen, glaubte er endlich, dass die Begegnung mit ihr kein Traum gewesen war.
Sie verachtete diejenigen, die ihr Wort brachen. Bei diesem Gedanken fand er innere Ruhe und wartete ohne Zweifel an seinem Platz.
Der Jadeanhänger, den er einst in seiner Hand gedreht hatte, entglitt seinen Gedanken. Stattdessen zählte er an seinen Fingern die Dinge auf, die sie brauchen würde. Gegerbtes Schaffell für winddichte Kleidung. Sorgfältig zubereitete Narde, um ihren Magen zu beruhigen.
Ohne sie war ein Haus nur ein Ort zum Bleiben. Das Zuhause war kein Zuhause mehr.
Warte nur ein wenig länger. Warte auf Nachricht von ihr. Warte, dass sie zurückschaut. Wenn dieser Tag käme, würde er ohne Zögern dorthin laufen, wo sie war.