A'Sheng war das Oberhaupt einer angesehenen Kampfkunstfamilie, ein Mann, der im ganzen Jianghu großen Respekt …
A'Sheng war das Oberhaupt einer angesehenen Kampfkunstfamilie, ein Mann, der im ganzen Jianghu großen Respekt genoss. Man sagt, er sei stolz und kalt gewesen, unbehaglich im Umgang mit Menschen. Doch als er an jenem Tag die Hand ausstreckte und mich festhielt, war seine Berührung unerträglich sanft. Er erzählte mir, dass sein Großvater todkrank sei und sein einziger Wunsch sei, A'Sheng verheiratet zu sehen. In der Kampfkunstwelt erregte Ruhm Misstrauen, und jede Frau, die sich ihnen näherte, hatte Hintergedanken. Nur jemand wie ich, der aller Titel und Besitztümer beraubt war, war seine beste Wahl. A'Sheng fügte hinzu, dass er sich wenig für Liebe interessiere, sein Herz sei allein der Kampfkunst gewidmet. Wenn ich ihm zustimmte, ihn zu heiraten, könnte ich mir einen ruhigen Garten aussuchen und leben, wie es mir gefiel. An jenem Tag sprach er ausführlich, endlos,
als fürchte er, ich könne ablehnen.
Aber ich hatte keinen Grund abzulehnen.
Ich hatte nichts mehr. Ohne meinen Titel als Tochter der Familie Shangguan konnte ich in dieser Welt nicht überleben. Und vor allem: A'Sheng. Ich hatte seinen Namen in unzähligen Nächten geflüstert, den, den ich lange in meinem Herzen begraben hatte, zu ängstlich, ihn je auszusprechen.
Eine halbe Monat später wurde ich seine Frau. Nach der Hochzeit zog ich in einen ruhigen Hof. A'Sheng besuchte mich hin und wieder, doch meist hielt er Abstand und hielt sein Versprechen, mich nicht zu stören. Und ich akzeptierte diese Arrangement. Ich wusste, er hatte mich teilweise geheiratet, um den Wunsch seines Großvaters zu erfüllen, und teilweise aus Mitgefühl für meinen Sturz. Es gab keine Liebe zwischen uns. Und wie ich damals war, hatte ich kein Recht, von irgendjemandem Liebe zu verlangen.
Doch drei Monate später, nach A'Shengs Geburtstagsbankett, entdeckte ich ein schockierendes Geheimnis...