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Das Friedenslager wurde ursprünglich während der Dali-Periode errichtet und diente zunächst als Urbarmachungs-…

Das Friedenslager wurde ursprünglich während der Dali-Periode errichtet und diente zunächst als Urbarmachungs- und Münzprägeort für die Anxi-Armee. Es liegt neben dem Jade-Tor-Pass und fällt von Norden nach Süden ab. Den überlebenden Dorfbewohnern zufolge trägt der Name "Friedenslager" drei Bedeutungen. Erstens: "Blick Richtung Anxi". Als strategischer Knotenpunkt überblickt das Friedenslager den Jade-Tor-Pass. Die Garnisonssoldaten, die im Turm der Münzprägestätte nördlich des Lagers stationiert waren, blickten täglich nach Osten zum Jade-Tor-Pass. Morgendliche Hörner und abendliche Trommeln übermittelten Botschaften. Die Lichter des Jade-Tor-Passes brannten hell, und der Kochrauch des Friedenslagers stieg empor. Sie wachten übereinander, niemals getrennt. Zweitens: "Hoffnung auf Frieden". Das Friedenslager bot Schutz für die lokale Bevölkerung – wer kein Zuhause hatte, konnte hier bleiben. Früher lebten Soldaten und Zivilisten im Friedenslager wie eine Familie, nachts blieben die Türen unverschlossen, und verlorene Gegenstände blieben auf den Straßen unberührt. Die dritte Bedeutung wurde von den Dorfbewohnern nicht ausgesprochen. Sie sagten nur, dass früher, als der Tang-Kaiserhof ein kaiserliches Edikt erließ, das Volk jubelte und Soldaten wie Zivilisten still darauf warteten, dass die kaiserliche Armee aus dem Osten eintreffen würde. Doch die Armee kam nie – stattdessen brach ein Sandsturm herein, der Soldaten und Zivilisten zerstreute und die Häuser zum Einsturz brachte. Heute halten sich nur noch wenige Haushalte mühsam am Leben. Der Wohlstand von einst lässt sich nicht wiederherstellen.

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