Der Pferdebändiger hat keinen Namen, oder vielleicht hatte er einmal einen, hat ihn aber längst vergessen. Übe…
Der Pferdebändiger hat keinen Namen, oder vielleicht hatte er einmal einen, hat ihn aber längst vergessen. Überallhin folgt ihm ein altes Pferd, das gerne tanzt, weshalb andere ihn spöttisch den Pferdebändiger nennen.
Er war ein gewöhnlicher Mann, der einst vom Goldenen Pavillon aufgenommen wurde. Leider besaß er kein Talent für Kampfkünste. Also schickten sie ihn zum Kokonhaus, wo er zum Versuchsobjekt für Traumpuppen-Experimente wurde. Offensichtlich fehlten ihm besondere Eigenschaften, er scheiterte an der Drogenprobe und wurde schnell auf dem Massengrab-Hügel entsorgt. Doch gerade als er sterben sollte, rettete ihn ein Schlachtross.
Der Pferdebändiger hat sich nie wirklich lebendig gefühlt. Er hat keine Moral, kein Gespür für Recht oder Unrecht, keinen Lebenswillen und keine Angst vor dem Tod. Das einzig Wirkliche in seinem Leben war vielleicht jenes Schlachtross. Er hat sich immer gefragt: Warum hat das Pferd ihn gerettet?