Die Münzen häuften sich schnell. Zu schnell, wie er bald feststellte, denn er wusste nicht, wie er sie ausgebe…
Die Münzen häuften sich schnell. Zu schnell, wie er bald feststellte, denn er wusste nicht, wie er sie ausgeben sollte. Nach langem Nachdenken erkannte er, was fehlte... Er hatte reichlich „von den Reichen genommen“, aber das „den Armen helfen“ vergessen.
Das ging nicht. Seine Eltern würden ihn schelten, wenn sie es wüssten.
Von da an begannen seltsame Dinge im Dorf zu geschehen. Ein zerbrochener Dachziegel reparierte sich über Nacht. Ein Stand, der von rüpelhaften Wanderern zerstört worden war, war wenige Tage später wieder in Betrieb.
Die Dorfbewohner flüsterten verwundert. Du Qian hingegen starrte auf seinen Geldbeutel und seufzte.
Er hatte immer noch zu viel Geld. Was nun? Plötzlich kam ihm die Erleuchtung. In dieser Nacht erschien ein mit kandierten Hagebutten bestücktes Gestell im Zimmer des kleinen Mädchens.
Am ersten Tag war sie glücklich und lächelte ihn oft an.
Am zehnten Tag weinte sie vor Zahnschmerzen.
Du Qian war am Boden zerstört. Seine gut gemeinte Absicht war schrecklich schiefgelaufen. Auf der Stelle fasste er einen neuen Plan: den Glücksspielstand vergrößern, lauter rufen, mehr verdienen und alles ausgeben, um ihre Zähne reparieren zu lassen.
Du Qian hatte seine Motivation zurück.
Tatsächlich, als das Geld für jemanden ausgegeben wurde, der ihm am Herzen lag, begann es endlich in einem befriedigenden Tempo zu verschwinden. Du Qian rieb sich das Kinn, zufrieden. Das war also der richtige Weg, Geld auszugeben!