Sogar Kuang Anshi selbst wusste vielleicht nicht genau, wann er wirklich fähig wurde, auf eigenen Füßen zu ste…
Sogar Kuang Anshi selbst wusste vielleicht nicht genau, wann er wirklich fähig wurde, auf eigenen Füßen zu stehen. Vielleicht war es während seiner Zeit im Göttlichen Handwerk Pavillon.
Wenn jemand kam und nach einem Band aus dem weiten Archiv des Ordens suchte, rief er gewohnheitsmäßig: "Älterer Bruder Brant, weißt du, wo dieser ist?"
Doch nachdem er in Stille gewartet hatte, erinnerte er sich: Hong war auf Reisen nach Norden aufgebrochen und noch nicht zurückgekehrt.
Auf sich allein gestellt, tauchte Kuang Anshi in die staubigen Regale ein, blätterte Band um Band durch. Nach einer gefühlten Ewigkeit tauchte er aus dem Staub auf, den richtigen Band fest umklammernd, nur um die Halle verlassen und seine Mitjünger bereits zum Unterricht gegangen vorzufinden.
Oder vielleicht kam der Moment in der Klinik, wo die endlose Reihe fehlerhafter Mechanismen ihm den Kopf schwirren ließ.
Er wünschte sich oft, Bruder Tu wäre da. Für Tu waren selbst die seltensten Blaupausen nicht mehr als ein leichter Snack.
Doch als er über die Schulter blickte, traf ihn die Wahrheit: Sein älterer Bruder war längst nach Hause zurückgekehrt und hatte ihn allein gelassen, um mit den Diagrammen zu ringen, jeder Herausforderung allein gegenüberzustehen.
Diese Szenen spielten sich in jenem ersten Jahr nach Hong und Tus Abreise immer wieder ab.
Vielleicht setzten sie sich jahrelang fort, aber langsam vergaß er das jüngere Ich, das immer nach Hilfe gegriffen hatte.
Als sie aus seinem täglichen Leben verblassten, musste der behütete jüngere Bruder schließlich die Hauptrolle übernehmen.
Vierzehn Jahre später, im Verborgenen Berg, wurde ein neuer Name verliehen: Schwan, der Schwan.
Der Schwan erhebt sich, tausend Meilen in einem einzigen Satz zurücklegend.
Dies war der Name, der Kuang Anshi gegeben wurde.