Han Xiangxun ist seit Jahren in der Jianghu unterwegs und rühmte sich damit, allen möglichen seltsamen und unv…
Han Xiangxun ist seit Jahren in der Jianghu unterwegs und rühmte sich damit, allen möglichen seltsamen und unvergesslichen Gestalten begegnet zu sein, aber nie hatte sie jemanden gesehen, der mit einem Kind auf dem Arm durch die Welt reiste.
"Hey du! Lebst gefährlich, riskierst dein Leben? Gut, das ist deine Sache. Aber was soll das mit dem Kind? Hat dir irgendein Liebhaber das Kind vor die Tür gesetzt oder was?"
"Das Kind ist adoptiert."
"... Na gut. Das ist unerwartet weichherzig von dir."
"Keine Familie, kein Zuhause. Es hat in Strömen geregnet. Was hätte ich sonst tun sollen? Das Kind einfach dort lassen?"
Han Xiangxun antwortete nicht, aber ihr Blick verweilte auf ihm. Er tätschelte nicht einmal den Rücken des Kindes, sprach kein tröstendes Wort. Er sah überhaupt nicht wie ein Vater aus.
Das Geräusch herannahender Feinde begann den Weg entlang zu hallen. Nach einer kurzen Pause schnalzte sie mit der Zunge, murmelte einen Fluch und warf ihm ihr Zikadenflügel-Amulett zu.
"Lass uns das klarstellen. Ich mache das für das Kind, nicht weil es mir wichtig ist, ob du lebend rauskommst."
"Danke", sagte Jiang Wulang, während er sich bereits umdrehte, um einen Feind niederzustrecken, der hinter ihr aus den Bäumen auftauchte. In einer fließenden Bewegung band er das Amulett um das Kind.