Tian Ying rast auf den Breeze Post zu, reitet Tag und Nacht ohne Rast. Drei Pferde starben unter ihm, erschöpf…
Tian Ying rast auf den Breeze Post zu, reitet Tag und Nacht ohne Rast.
Drei Pferde starben unter ihm, erschöpft von seinem unerbittlichen Streben. Er schließt nie die Augen. All dies für ein Bankett.
Ein Bankett am Qingfeng Post, eines, das er selbst in Gang gesetzt hat.
Jener Frühling in Jiangnan, der Regen hört nie auf. Er fällt wie ein Vorhang über das Land, verhüllt jeden Klang und Anblick, tarnt jede Spur, die er hinterlässt.
Es ist die bestimmte Zeit für den Attentäter.
Durchnässt und verdreckt empfindet Tian Ying dennoch Freude. Er hat sein eigenes Leben längst abgelegt.
Nun lebt er für einen Zweck und wird tausendmal sterben, wenn es ihn erfüllt.
Seine Klinge ist zum Flüstern geschärft, sehnt sich danach, Fleisch und Knochen zu kosten.
Das Bankett hat begonnen.
Endlich ist der Moment gekommen.
Drinnen keucht und taumelt ein betrunkener Gesandter. Draußen steht Tian Ying mit einem Dolch in der Hand.
Leben und Tod, Sieg und Niederlage sind in diesem Moment so zerbrechlich wie die knarzende Holztür.
Er öffnet sie. Die Augen des Gesandten weiten sich in Panik.
Das Messer fällt. Stille folgt.
Er verschwindet so leise, wie er gekommen ist.
Nur ein Satz bleibt in der Erinnerung:
"Am Breeze Post, während eines Banketts der Späteren Tang-Regierung zu Ehren des Khitan-Gesandten, verließ der betrunkene Gesandte die Feier, um seine Kleidung zu wechseln, und blieb lange fort. Als man ihn schließlich fand, war er enthauptet."