Die köstlichsten Früchte wachsen nur in den Träumen jener, die sie pflücken. Eilends aus Lingnan mit schnelle…
Die köstlichsten Früchte wachsen nur in den Träumen jener, die sie pflücken.
Eilends aus Lingnan mit schnellen Pferden herbeigebracht, war diese seltene Delikatesse so kostbar, dass selbst ein bloßer Blick ein Privileg war, das dem einfachen Volk verwehrt blieb.
Während die Musiker der Truppe eifrig ihr schneeweißes Fleisch schälten, wünschte sich Sanniang nur, sie könnte es geheim halten, einen Schatz ganz für sich allein.
Später erfreuten sich der Kaiser und die Edelkonsortin an ihrem Gesang – einem sanften Volkslied aus den südlichen Landen. Sie lobten ihre Stimme und sagten: „Ihre klare Stimme lässt Echos durch jede Gasse und jeden Weg hallen.“
Jenes schüchterne Kind, das einst vor dem Kaiserthron gezittert hatte, erblühte zur Dame der Ewigen Erneuerung, ein Name auf den Lippen ganz Chang'ans.
Ihr Lied hallt unter dem hellen Mond auf dem hohen Pavillon wider, weckt Mut in den Frohen und reißt Trauer in den gebrochenen Herzen auf.
Jene Litschi, geschenkt an einem Frühlingstag, lag neben ihrem Kopfkissen – gehütet, bis sie welkte und verfiel.
Der Verfall der Dynastie kam nicht langsamer als der der Frucht.
Als die Rebellion den Palast zerschmetterte und die Souveränität zerstreute, fand sie sich in fernen Landen treibend wieder. Ihre traurigen Melodien trafen auf tränenreiche Echos.
Ob mächtige Generäle oder unübertroffene Künstler, in jener Nacht waren alle nur einsame Boote auf stürmischer See.
Die verbannte Seele trug Erinnerungen an Chang'an nah bei sich und erinnerte sich in stillen Momenten an einen Frühlingstag, als Birnenblüten wie treibender Schnee fielen.
Die Frau von damals war nichts mehr als ein verwehender Duft auf einem kargen Hügel.
Sanniang würde nie wieder die Gelegenheit haben, sie zu fragen: „Hat dir dieses Lied wirklich gefallen?“