Der Wind auf dem Wuwei-Berg ist kalt, der Schnee süß und die Pflaumenblüten herb. Zhang Huaishen hat alles gek…
Der Wind auf dem Wuwei-Berg ist kalt, der Schnee süß und die Pflaumenblüten herb. Zhang Huaishen hat alles gekostet.
Er liebt es, allein zu den Höhen zu reiten. Der Wind ist heftig auf dem Gipfel, seine Augen blinzelnd, sieht die Stadt Liangzhou nicht größer als seine Handfläche aus.
Ein Freund lud ihn einmal ein: "Lubo, wann schauen wir uns gemeinsam die Berge an?"
"Nächsten Monat."
Welcher Tag nächsten Monat? Es war ihm und seinem Freund nicht so wichtig. Wenn die Stimmung ihn packte, warf er beiläufig einen Pelzmantel über, im Laufe der Jahre hatte er unzählige verloren, in den Bergen zurückgelassen, als er betrunken war, zerrissen bei Schwertkämpfen mit anderen oder zitternden alten Männern im Schnee gegeben.
Er trug eine Flasche "Fluss ganz rot" bei sich. Wenn er seinen alten Freund nicht auf dem Gipfel traf, schenkte er sich selbst einen Drink ein, um Freunde zu trösten, die bereits gegangen waren, oder um Busenfreunde zu begrüßen, die noch nicht gekommen waren.
Bevor er aufbrach, gab es einen kleinen Zwischenfall. Sein junger Bruder Huaiding stürmte herbei, umarmte Zhang Huaishens Beine und quengelte, dass er bleiben solle.
Also nahm er ihn mit. Lachend hob er den Jungen auf das Pferd. Das weiße Pferd wieherte und schüttelte den Schnee von den Ästen.
Jeder in Liangzhou erinnerte sich an ihn. Nur wenige hatten ein so schnelles Pferd oder ein so scharfes Gehör.
Zhang Huaishens Gehör war wirklich ausgezeichnet. Die Schwüre von Schwester Yue, Huaidings Koketterie, die Sorgen der Bauern, Zhang Qius Rezitationen, Suo Jings Qin-Spiel und die Hilferufe alter Männer in schneereichen Nächten – er hörte alles deutlich.
Nach und nach wurden immer mehr Menschen zu ständigen Begleitern auf seinen Reisen: Huaiyue, Huaiding, Suo Jing, der alte Mann, Zhang Qiu und sogar zufällig getroffene Busenfreunde. Ihr Gewicht türmte sich auf dem Sattel, doch es verlangsamte sein Pferd nie. Das weiße Pferd rannte immer schneller, so schnell, dass die Ausrufe seines jungen Bruders vom Wind zerfetzt wurden.
Die Landschaft verschwamm ringsum. Rufe kamen, ob aus seinen Armen oder von hinten, mal fern, mal nah, als würden sie jagen oder flehen, Zhang Huaishen kümmerte es nicht.
"Bruder, langsamer!"
"Wir müssen schneller."
Wer auf der Welt kann das schnelle Pferd eines jungen Mannes aufhalten? Wer kann ein Feuer löschen, das entschlossen ist, hell bis zum Ende zu brennen, ohne auch nur Asche zu hinterlassen?
"Wohin gehen wir?"
"Zu einem Treffen."
"Mit wem?"
Er lächelte, hob seine Peitsche und zeigte auf den Schneesturm, der den Himmel bedeckte.