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Felt öffnet träge die Augen und verlagert sein Hinterteil mit offensichtlichem Widerwillen. Die Ostseite des …

Felt öffnet träge die Augen und verlagert sein Hinterteil mit offensichtlichem Widerwillen. Die Ostseite des Platzes der Chongde-Halle ist seine Lieblingsecke. Im Winter bekommt es dort die warme Nachmittagssonne ab. Ehe es sich versieht, ist die Sonne auf die andere Seite gewandert. Felt folgt der Wärme und lässt sich wieder plumpsen. Alle paar Tage wird es hier für eine Weile lebhaft. Dann versteckt sich Felt im Gebüsch und beobachtet, wie Menschen in Roben verschiedener Farben ein- und ausströmen. Manche Schritte sind leicht, als könnte ein Wind sie himmelwärts heben. Andere schleppen sich mit schweren Seufzern dahin, der Atem wie Schlick, der sich in stillem Wasser absetzt. Manchmal bleibt jemand vor Felt stehen, beugt sich herab, zieht einen Fleischkuchen aus einem Ärmel und bröselt ihn auf den Boden. Er ist kalt, aber riecht immer noch gut. Die Person, die es füttert, kommt alle paar Tage. Und Felt hat sich daran gewöhnt, nach dem Sonnenbaden herüberzuschlendern und die Halle zu umrunden. Einige vertraute Stimmen rufen immer. "Sein Fell ist so weich, wie Filz. So warm." "Felt, komm her!" Jedes Mal, wenn sie die Halle verlassen, rufen sie Felt mit sichtlicher Erleichterung zu sich und legen Nahrung hin. "Die kaiserliche Präsenz ist einschüchternd. Es ist schon ein Segen, den heutigen Tag ohne Fehler überstanden zu haben." Eine Hand streichelt Felts Kopf, dankbar, dass ein weiterer Tag heil überstanden ist. Felt antwortet mit einem einzigen Miau. Menschen kommen und gehen. Felt kümmert nur, ob der Himmel heute klar bleibt.

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