Klarwind Xiao schliff oft sein Schwert in späten Nachtstunden. Niemand wusste, dass dieser so berechnende Mann…
Klarwind Xiao schliff oft sein Schwert in späten Nachtstunden.
Niemand wusste, dass dieser so berechnende Mann nur in diesem Moment seinen Gefühlen freien Lauf lassen konnte.
Jedes Mal, wenn er die Klinge schärfte, dachte er an seine Kindheit. Die vernichtende Niederlage an der Grenze, sein Vater und Brüder, die im Tod als unfähig gebrandmarkt wurden, und seine eigene Haftstrafe. Damals dachte er, er sei nicht länger der junge Gongzi mit dem Pinsel; wenn er frei wäre, sollte er ein Schwert haben, ein Schwert, das Ungerechtigkeit zerschneiden, durch Groll stechen und tapferer und strenger sein könnte als die schwachen Messer seines Vaters.
Aber all die Jahre, während er hasste und schliff, wurde das Schwert glänzender, doch sein Herz verirrte sich mehr und mehr, unfähig, den Pfad vor sich zu sehen...
Wohin genau sollte dieses Schwert gerichtet sein?
Bis die Wolken über der Zhongdu-Brücke sich zu regen begannen und er eine ferne Wahrheit erfuhr.
Vielleicht war es an der Zeit, es zu ziehen und auf vergangene Ereignisse zu richten, die geklärt werden mussten.