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In Qinchuan gibt es eine alte Fuchsart, die die Lebensessenz von Menschen stehlen muss, um menschliche Gestalt…

In Qinchuan gibt es eine alte Fuchsart, die die Lebensessenz von Menschen stehlen muss, um menschliche Gestalt anzunehmen. Sie beißt nirgendwo anders als in die Zehen. Meister Zhang, ein Händler, der sein Vermögen auf Reisen gemacht hatte, hielt sich stets zwei Bettwärmerinnen zur nächtlichen Bedienung. Um Mitternacht hörte er ein Rascheln unter seinem Bett, tat schlafend und spähte hin. Unter dem Bett kroch ein Fuchs hervor, groß wie ein Hund. Seine Augen leuchteten blutrot, er stand auf den Hinterbeinen wie ein Mann. Mit krallenartigen, verdorrten Ästen zog er die Decke zurück, hob seinen linken Fuß und begann, am kleinen Zeh zu nagen. Seltsamerweise schliefen die beiden Mägde weiter wie tot. Der Schmerz war qualvoll, doch Zhangs Körper erstarrte vollständig; er konnte weder schreien noch sich bewegen. Er musste zusehen, wie der Fuchs heftig kaute, dabei unheimliche Kehllaute von sich gab und seine Zähne im Blut glänzten. Nach dem Mahl erlosch der rote Glanz in seinen Augen. Er grinste widerlich menschenähnlich, bevor er wieder unter dem Bett verschwand. Als Zhang sich endlich wieder bewegen konnte, fand er seinen kleinen Zeh fast abgetrennt und zu einem blutigen Brei zermahlen. Das Seltsame war, dass der Zeh nach der Heilung kalt und hart wie Stein wurde, völlig gefühllos. Die beiden Mägde hingegen hatten von den nächtlichen Schrecken nichts mitbekommen.

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