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Der Getreidewagen rollt gen Norden und nimmt unterwegs weitere Reisende auf. Im Mondlicht scheint das Getreide…

Der Getreidewagen rollt gen Norden und nimmt unterwegs weitere Reisende auf. Im Mondlicht scheint das Getreide zu flüstern und die Geschichten der namenlosen Seelen zu erzählen, die es trägt: Lu Yao, ein gebürtiger Hedonger. Er diente einst in der Armee, kämpfte in den Feldzügen von Yunzhou, der Belagerung von Taiyuan und der Schlacht von Yangcheng, ohne jemals vor der Gefahr zu fliehen. Inspiriert von einem wandernden Helden führt er nun diesen Getreidetransport zur Zhongdu-Brücke. Kang Chenglin aus Daizhou, einst ein einfacher Soldat in der Jin-Armee. Als die Khitan die Grenze überfielen, trieb ihn die Angst zur Flucht. Bei seiner Heimkehr fand er sein Dorf geplündert und niedergebrannt vor, seine Frau war erschlagen worden, während sie die Dorfbewohner beschützte. Trauer und Wut erfüllten sein Herz, und er griff erneut zu den Waffen, um zur Zhongdu-Brücke zurückzukehren. Ren Erbai, Herkunft unbekannt, lebt von seinem Schwert. Dem Ruf des Nördlichen Schwurs folgend, zog er gen Norden in Richtung Hutuo. Als er den schutzlosen Getreidetransport sah, zog er seine Klinge, um ihn zu bewachen und seinen sicheren Durchgang zu gewährleisten. Jin Qiao aus Qinghe. Ihr Bruder handelte einst in Hedong, doch die Neuigkeiten über ihn verstummten im zweiten Jahr von Kaiyun. Als sie von einem Dorfbewohner hörte, dass er in der Nähe des Hutuo gesehen worden war, machte sie sich auf den Weg nach Norden, Richtung Schlachtfeld. Xu Yiyan aus Kaifeng. Ihre Mutter beherrschte die Kunst der Silbernadel und pflegte die Kranken unter den einfachen Leuten. Schon in jungen Jahren erbte Xu das Wissen ihrer Mutter und wurde in der Medizin bewandert. Als sie vom Leid der Verwundeten im Norden hörte, beschloss sie, dem Pfad ihrer Mutter zu folgen, und reiste zum Hutuo.

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