"Xu Sanniang hat eine Stimme wie Seide. Sicherlich wird sie sowohl den Kaiser als auch die Edle Konkubine beza…
"Xu Sanniang hat eine Stimme wie Seide. Sicherlich wird sie sowohl den Kaiser als auch die Edle Konkubine bezaubern."
Sanniang wagte nie, das Lob des Aufsehers zu glauben.
"Ein falscher Ton, und Seine Majestät wird ihn sofort hören." Die Maskierte Truppe existierte durch kaiserlichen Willen; in musikalischen Angelegenheiten übertraf niemand das Gehör des Kaisers. Es gab einfach keinen Raum für Fehler.
Für Erstaufführende, die den Palast betraten, war es undenkbar, den Kopf zu heben.
Sanniang zitterte so sehr, dass sie kaum wusste, was sie mit ihren Händen und Füßen anfangen sollte.
"Sie ist dreizehn—noch immer ein kleines Kind."
Die Edle Konkubine sprach mit warmer und sanfter Stimme, in vollendeter Anmut. Sanniang riskierte einen Blick nach oben. Sie sah ein weiches, grübchengesäumtes Lächeln—wie Frühlingslicht, das über einen blühenden Garten floss.
Der Kaiser wollte eine neue Komposition präsentieren, ein Lied, das die Truppe für die Konkubine singen sollte.
Es hieß, es basiere auf einem Dorflied, das wandernde Liedersammler aufgezeichnet hatten—eine Melodie über einen jungen Mann, der sich nach seiner Geliebten sehnt, schlaflos und ruhelos.
Ein Mann, der die Welt regierte, fähig, Schätze jenseits der Vorstellungskraft zu verleihen—und doch imitierte er hier die schüchterne Aufrichtigkeit eines gewöhnlichen Jungen, der sein Herz ein wenig unbeholfen anbot.
Sanniang sang mit äußerster Sorgfalt. Sie wusste, dass sie nicht schlecht war—aber wirklich gut war sie auch nicht.
In der Musikbehörde bedeutete "nicht perfekt" "falsch".
Während sie auf das Urteil wartete, kamen die Worte: "Kind, komm her."
Sie trat fast auf ihren Saum, als sie stolpernd nach vorne ging.
Die Edle Konkubine lachte leise und legte eine leuchtend rote Frucht in ihre Handfläche, sagte, sie sei entzückt.
Was der Kaiser danach sagte, verblasste zu einem undeutlichen Schleier. Es klang fast, als ob er fragte, welche Belohnung sie sich wünschte—
seine Stimme tief, autoritär, doch mit etwas Sanfterem durchsetzt, fast schmeichelnd.
Um sie herum verneigten sich die Darsteller, nahmen ihre Belohnungen entgegen und zogen sich zurück. Der Frühling blieb dem Kaiser und seiner Geliebten allein.
In eine Musikerfamilie hineingeboren, ausgewählt und im Kaiserlichen Musikbüro willkommen geheißen—alles hatte sich so natürlich entfaltet wie Wasser, das bergab fließt.
Und als sie erneut die Palasttore durchschritt, wurde Sanniang still und zu ihrer eigenen Überraschung bewusst: Vielleicht liebte sie es wirklich zu singen.