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In jener Nacht hatte A'Sheng zu viel getrunken und war im Westflügel des Hofes eingeschlafen. Als ich ihm fris…

In jener Nacht hatte A'Sheng zu viel getrunken und war im Westflügel des Hofes eingeschlafen. Als ich ihm frische Kleidung brachte, belauschte ich, wie er seinem Diener anvertraute. Damals erfuhr ich zum ersten Mal die Wahrheit: A'Sheng hatte mich die ganze Zeit in seinem Herzen getragen. All die Jahre hatte er still über mich gewacht. Die Hälfte der seltenen Schätze, die mein Vater für mich gekauft hatte, waren in Wirklichkeit von A'Sheng beschafft worden, aus allen Ecken des Landes zusammengetragen und dann billig verkauft, damit sie ihren Weg in meine Hände fanden. Er hatte mich im Dunkeln beschützt. Deshalb war er in jener schrecklichen Nacht vor mir erschienen. Deshalb hatte er mir so schnell einen Heiratsantrag gemacht. Und in den vergangenen Tagen war seine vorsichtige Distanz zu mir aus der Angst heraus entstanden, dass mein Herz keinen Platz für ihn hatte und ich nur aus Dankbarkeit bleiben würde. Nach all der Zeit verbarg sich hinter allem seine stille, vorsichtige, unerschütterliche Zuneigung. Nach jener Nacht begann die Distanz zwischen uns kleiner zu werden. Wir musizierten oft, malten Bilder, dichteten und tauschten Verse aus. Manchmal saß ich einfach an seiner Seite und beobachtete schweigend, wie er im Sonnenlicht sein Schwertkunst übte. Tag für Tag stellte ich zu meiner Überraschung fest, dass es so viel gab, worüber wir reden konnten, so viele kleine Momente perfekter Harmonie zwischen uns. Wenn niemand sonst in der Nähe war, erzählten wir uns Geschichten aus unserem Leben vor unserem Treffen und teilten Geheimnisse, die wir noch nie zuvor jemandem anvertraut hatten.

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