Als ich von deinem Tod erfuhr, goss ich Wein zu deinem Gedächtnis und schrieb diese Worte des Gedenkens: Oh, m…
Als ich von deinem Tod erfuhr, goss ich Wein zu deinem Gedächtnis und schrieb diese Worte des Gedenkens: Oh, mein Bruder, wie außergewöhnlich du warst – von unermesslicher Brillanz, klaren Geistes, scharfsinnig und gütig, von Natur aus sanft und gelassen. Doch das grausame Schicksal schlug erbarmungslos zu. O Himmel, wie konntest du zulassen, dass er vergessen in der Wildnis ruht? O Himmel, die Entschlafenen entfernen sich mit jedem Tag weiter von uns.
Ich erinnere mich an jene Nächte unter dem Bambus, wo wir Wein tranken, Träume teilten und Pläne schmiedeten, um Nord und Süd zu verbinden. Du ergriffst meine Hand, als wir gelobten, diesen Weg gemeinsam zu gehen. Der Bambushain steht unverändert, die Steinsteppen sind mit Staub bedeckt, doch du bist fort – der Wein ist kalt geworden, deine Stimme für immer verstummt. Ich trauere um die Ungerechtigkeit all dessen. Obwohl Meilen uns trennen, schreit mein Herz noch immer. Dies ist kein gewöhnlicher Abschied, sondern ein feierliches, ewiges Lebewohl. Möge diese Gedenkschrift dich in Frieden finden.