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Die Sage der betrunkenen Kiefern Wang Sheng von Kiefernbogen, ein dem Trunk ergebener Mann, taumelte oft durc…

Die Sage der betrunkenen Kiefern Wang Sheng von Kiefernbogen, ein dem Trunk ergebener Mann, taumelte oft durch den dichten Kiefernwald nach Hause. Eines Nachts hörte er zwischen den mächtigen Bäumen ein Rascheln hinter sich. Als er sich umdrehte, sah er nur seinen Schatten im Mondlicht und schrieb das Geräusch einer Maus zu. Doch das Rascheln wurde lauter und näher. Ein Schauer lief ihm den Rücken hinab, der ihn nüchtern genug machte, um zu fliehen. Hinter ihm verfolgte ihn ein unheimliches Lachen durch den Wald. In seiner Panik ließ er seinen Weinschlauch fallen. Sicher draußen angelangt, blickte Wang Sheng zurück und erblickte eine schattenhafte, überirdische Gestalt, die den verschütteten Wein leckte, bevor sie sich in eine Rauchfahne auflöste. Die Ältesten erzählen, der Geist sei der eines betrunkenen Mannes, der im Wald starb, dessen Seele für immer an den Wein gebunden sei, den er liebte, und der nun in einer uralten Kiefer wohne. Obwohl furchterregend in seiner Gestalt, fügt er niemandem Schaden zu und wird nur von seinem Durst getrieben. Indem Wang Sheng seinen Wein zurückließ, gewährte er dem Geist unwissentlich seine Sehnsucht. Seitdem bieten Reisende, die den Kiefernwald bei Nacht durchqueren, einen Schluck Wein dar, um den ruhelosen Geist in den uralten Bäumen zu ehren.

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