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Hu Erbing entkam einem Erdbeben. Alles, was er bei sich hatte, war ein alter Hund und ein paar übrig gebliebe…

Hu Erbing entkam einem Erdbeben. Alles, was er bei sich hatte, war ein alter Hund und ein paar übrig gebliebene Stücke gebackenes Naan. Der alte Hund verstand nicht, was Wandern bedeutete. Er wusste nur, mit seinem Meister zu gehen. Wo der Meister war, war Zuhause. Auf dem Weg durch das Sandmeer schien die Straße endlos. Hu Erbing teilte jedes Naan-Stück in zwei Hälften. Obwohl Mann und Hund nicht satt wurden, blieben sie untrennbar. Bis der Vorrat leer war und Mann und Hund noch einen weiten Weg zurückgelegt hatten. Hu Erbing brach vor Durst und Hunger in der Wüste zusammen. Am Ende sah er nur noch, wie der alte Hund verzweifelt an ihm kratzte, dann wild bellte und davonlief. Geh weiter, alter Freund. Vergiss nicht, deinen Bauch zu füllen... Hu Erbing wachte in Karez auf. Die Dorfbewohner erzählten, sie hätten einen alten Hund mit Hitzschlag am Dorfeingang gefunden, mit heraushängender Zunge und keuchend. Als er Menschen näher kommen sah, versuchte er mühsam aufzustehen, zerrte an ihren Hosenbeinen, um sie in die Wüste zu führen, und taumelte dann wieder zu Boden. Die Leute folgten der Richtung und fanden Hu Erbing bewusstlos in der Wüste. Hu Erbing fragte, wo der alte Hund sei. Die Dorfbewohner schwiegen und führten Hu Erbing zu einem schattigen Unterstand. Als der alte Hund Hu Erbing kommen sah, hob er mit letzter Kraft den Kopf, wedelte mit dem Schwanz und keuchte. An diesem Tag sprach Hu Erbing lange mit dem alten Hund, bis dessen Schwanz sanft herabsank und sich nicht mehr bewegte. Hu Erbing machte sich Vorwürfe. Am Ende hatte er nicht einmal dafür gesorgt, dass der alte Hund mit vollem Magen gehen konnte.

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