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Im Herbst des zweiten Jahres von Kaiyun gelang es Jiang Yan und Chen Zixi, einen seltenen Moment der Muße zu s…

Im Herbst des zweiten Jahres von Kaiyun gelang es Jiang Yan und Chen Zixi, einen seltenen Moment der Muße zu stehlen. Tief in einem Bergbambushain teilten die beiden einen ruhigen Trunk. Der Hirsewein, von Dorfbewohnern der Umgebung gebraut, war herb auf der Zunge und von Säure durchzogen. Jiang nahm ein paar Schlucke, bevor er enttäuscht seine Tasse absetzte. Er beklagte, wie die Wirren der Welt den Weinherstellern Herz und Sinn geraubt hatten, sodass selbst ein guter Trunk schwer zu finden war. Doch Chen Zixi war nicht wie Jiang Yan. Selbst mit solch grobem Wein nippte er langsam aus seinem kleinen Becher und genoss ihn bedächtig. "Dieser Wein, dieser Augenblick und ein Freund an meiner Seite. Ist das nicht genug, um ihn fein zu machen? Was nützt der edelste Trank, wenn niemand da ist, um ihn zu teilen?" Als er sah, dass Jiang Yan nicht antwortete, hob Chen Zixi seinen Becher und lachte. "Nun, wenigstens hast du noch mich."

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