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An diesem Tag hätte ich sterben sollen. Vor jenem Tag war ich die verwöhnte Tochter der angesehensten Händler…

An diesem Tag hätte ich sterben sollen. Vor jenem Tag war ich die verwöhnte Tochter der angesehensten Händlerfamilie in Jiangnan, die geliebte junge Herrin des Hauses Shangguan. Mein Vater hielt mich wie einen Schatz in seiner Hand und erfüllte mir jeden Wunsch. Selbst wenn ich nach dem Mond verlangt hätte, hätte er versucht, ihn für mich zu holen. Ich glaubte wirklich, ich würde mein Leben in solchem Glück verbringen. Doch eines Tages kehrte mein Vater von einer Reise zurück, und alles änderte sich. Er brachte ein Mädchen in meinem Alter mit, und von diesem Moment an war er nicht mehr der Mann, den ich kannte. Er erzählte mir, dass dieses Mädchen namens Bai Yu seine wahre Tochter sei und ich nur das Kind einer niederen Dienerin. Diese Dienerin hatte mich in die Familie geschmuggelt, um ihrem eigenen Kind ein besseres Leben zu ermöglichen. Die glücklichen Jahre, die ich gestohlen hatte... waren niemals wirklich meine. Ich weigerte mich, es zu glauben. Ich versuchte alles, um meinen Platz zu beweisen, machte mich dabei nur immer wieder lächerlich. Vater warf mich nicht sofort hinaus, nach all den Jahren, die wir zusammen verbracht hatten. Doch die Wärme, die einst in seinen Augen lag, war eisigen Blicken gewichen. An meinem Geburtstag – obwohl er vielleicht nicht mehr mir gehörte – war das Haus mit Laternen und Bannern geschmückt, alles zu Ehren der wahren jungen Herrin der Familie Shangguan. Ich hingegen war verlassen und vergessen. Bai Yu fand mich, stand vor mir in prächtigen Gewändern und zartem Make-up, umhüllt von allem, was einst mir gehört hatte. Doch sie war nicht arrogant. Sie war sanft, doch mit einem Hauch von Traurigkeit. Sie sagte, sie könne es nicht ertragen, mich so bemitleidenswert zu sehen, und bat mich, mich beim Bankett gut zu benehmen. Falls ich das täte, würde sie für mich bitten, und vielleicht würde Vater, an die Vergangenheit erinnert, mir noch einmal Güte zeigen. Ich glaubte ihr. Doch das Bankett wurde zum Albtraum. Die sorgfältig vorbereiteten Pasteten, die ich gemacht hatte, brachten Bai Yu fast um. Als Vater seine sterbende Tochter ansah, war auch die letzte Toleranz, die er für mich übrig hatte, verschwunden. Er verbannte mich aus dem Haus Shangguan. Ich war nichts weiter als eine Ratte auf der Straße, gemieden und verachtet. Ohne Zufluchtsort irrte ich zum Rand eines trockenen Brunnens und dachte, vielleicht sollte dort meine Geschichte enden. Doch in diesem Moment ergriff ein Mann namens A'Sheng mich.

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