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Als Wang Daquan klein war, stand er seiner Großmutter nicht nahe. Großmutter war groß und kräftig, weder beson…

Als Wang Daquan klein war, stand er seiner Großmutter nicht nahe. Großmutter war groß und kräftig, weder besonders tugendhaft noch schön. Ihre raue Stimme und ihr hitziges Temperament machten den jungen Wang Daquan etwas ängstlich vor ihr. Großmutter wusste es auch – stille Kinder waren die unruhigsten. Sie holte leicht faltige, geschrumpfte Brötchen hervor und stopfte sie schweigend in die Hand des Kindes. Diese Brötchen stammten aus dem großen Topf, wurden in einem Korb aufgehängt aufbewahrt und waren längst zu Krümeln getrocknet. Wang Daquan fragte vorsichtig Großmutter, ob es frische Brötchen zu essen gäbe. Großmutter runzelte die Stirn und schnaubte schwer durch die Nase. Wang Daquan war zu verängstigt, um zu sprechen, senkte nur den Kopf und nagte an dem Brötchen, wagte erst aufzuatmen, als er hörte, wie Großmutter die Tür aufdrückte und ging. Draußen am Fenster wurde der Wind stärker; drinnen wurde es allmählich dunkler. Wang Daquan legte sich auf die Decke und schlief fest ein. Nicht lange danach drang ein zarter Duft in seine Nase. Es war der Geruch von Weizen und fettem Fleisch. Wang Daquan rieb sich die schläfrigen Augen und ihm lief das Wasser im Mund zusammen, als er das Brötchen vor sich sah. "Iss. Frisch aus dem Dämpfer." erklang Großmutters raue Stimme. Sie nahm ein Brötchen, brach es auf, blies darauf und reichte es Wang Daquan. "Was für ein gieriger Welpe", murmelte Großmutter, während sie zusah, wie Wang Daquan es verschlang. "Wieder ein Stück von meinem fetten Fleisch erledigt." "Langsam! Niemand stiehlt es dir! Es gibt noch viel mehr!" Der Tadel kam genau zum richtigen Zeitpunkt, aber Wang Daquan sah deutlich stilles Amüsement in Großmutters Augen.

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