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Beobachtung Nr. 75: Heiße Suppe niemals in ihre Reichweite stellen. Beobachtung Nr. 160: Milch muss zu Gebäck …

Beobachtung Nr. 75: Heiße Suppe niemals in ihre Reichweite stellen. Beobachtung Nr. 160: Milch muss zu Gebäck verarbeitet werden; roh serviert, löst sie Magenrebellion aus. Beobachtung Nr. 310: Gurken und Frühlingszwiebeln werden abgelehnt. Doch durch strategische Täuschung können sie gelegentlich an ihrem Gaumen vorbeigeschmuggelt werden. ... Meisterhandwerker Gull seufzte; solche Chroniken füllten bereits zwölf Bände. Mechanismen und Küchen folgen Diagrammen und Rezepten, doch für die Erziehung eines Kindes gibt es keine solchen Pläne. Wenn ein Mechanismus versagt, hilft meist ein kräftiger Schlag oder ein kompletter Abbau. Wenn das Herdfeuer schwächelt, muss man sich mit halbgar gekochtem Reis oder verkohlten Kuchen abfinden. Ein oder zwei Tage Magenschmerzen, und das Leben geht weiter. Doch bei einem Kind ist solche Nachlässigkeit undenkbar. Niemand lehrte ihn das genaue Maß einer Umarmung oder das Alter, in dem das Füttern mit dem Löffel aufhören sollte. Gab es je einen Mechanismus, der so ärgerlich war wie dies? Meisterhandwerker Gull war skeptisch. Nach einem Leben, in dem er heilige Mo-Texte entschlüsselte und komplexe Wunderwerke schuf, sollte er wirklich von einem einzigen wählerischen Kind besiegt werden? Folglich verwandelte sich die Werkstatt, einst voller Zahnräder und Achsen, in ein Lager für bizarre und exotische Zutaten. Und so begann der Meisterhandwerker des Mohistenhügels die Reise ohne Rückkehr: das Studium der antiken Gastronomie. Forschung war schließlich seine Stärke. Sobald die Daten systematisiert waren, würde die Erziehung eines Kindes so methodisch sein wie jedes andere Handwerk. "Dann", dachte er mit aufwallendem Stolz, "wird niemand in Mo-Stadt meine Meisterschaft in der Vaterschaft übertreffen." Und damit vertiefte er sich wieder in seine Schriftrollen. ...Und doch weigerte sich das Kind, gemäß den Vorgaben seiner Bücher zu wachsen. Ihr Geschmack änderte sich, und ihre Laune erwies sich als ebenso unberechenbar. Sie hatte sogar die Kunst perfektioniert, ihren Vater auszumanövrieren, mit Strategie über Strategie und den subtilsten Ablenkungen... Doch als Gull Xiaoxiao sah, wie sie einen Reispaddel, der länger war als ihr eigener Arm, geschickt handhabte und den Fisch in der Pfanne wendete, stieg in ihm eine Woge aus Stolz, Erleichterung und demütiger Reue auf... ein Geschmack, den keine kulinarische Schriftrolle unter dem Himmel je zu beschreiben gewagt hatte. Meisterhandwerker Gull beschloss, dies in seinen Tagebüchern festzuhalten, denn dies war ein neuartiges Rezept, das noch keine Seele komponiert hatte. Vielleicht brauchte es nur ein wenig Zeit, eine beständige Präsenz und eine Prise geduldiger Anmut. Dann würden diese namenlosen, nebelhaften Gefühle natürlich aus dem Kind erblühen und sich leise in das Herz des Vaters schlingen.

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