Ich verneige mich respektvoll vor meinem Meister: Es ist über einen Monat her, seit ich den Berg verlassen hab…
Ich verneige mich respektvoll vor meinem Meister:
Es ist über einen Monat her, seit ich den Berg verlassen habe, um zu reisen und zu studieren. Meine älteren Brüder und ich durchquerten Xingzhou und Quyang, wo wir die lokale Meisterschaft in Steinmetzarbeiten und weißem Porzellan bewundern konnten. Die Techniken waren wunderbar neuartig und unterschieden sich stark von denen in unserem Berg. Später passierten wir Gaoyi, Julu und Quzhou; das Gelände war rau und öde, und die zunehmende Hitze erschwerte unsere Reise. Zudem bezeugten wir eine schwere Dürre in der Region und bauten Wasserräder, Mühlen und andere landwirtschaftliche Geräte, um die Not der Menschen zu lindern. Dann hörten wir von einem kunstvoll gestalteten hölzernen Wehr im Süden und beschlossen, es zu besuchen.
Mitten auf unserer Reise erreichte uns plötzlich die Nachricht von den Kriegswirren in Hengzhou, wo Rebellen ihr Unwesen treiben. Verstreute Gebeine übersäen die Wildnis, zu Hügeln aufgetürmt. Ältester Kranich und unsere Mitstreiter von der Akademie des Versiegelten Drachen haben sich bereits vollständig den Kriegsanstrengungen verschrieben. Die Lage dort gleicht einem todkranken Mann, der stark schwitzt; Leben und Tod werden im Nu entschieden, doch der gerufene Heiler ist noch nicht eingetroffen. Das Chaos und die Verzweiflung sind kaum vorstellbar.
Nach langer Beratung mit meinen älteren Brüdern Jin Zheng, Lai Yuan, Fu Youzhi und Zhang Yao haben wir beschlossen, nach Norden zu ziehen, um Hilfe zu leisten. Obwohl uns der Mut fehlt, Rüstungen zu tragen und Hellebarden zu schwingen, besitzen wir das Wissen über Mechanismen. Wir möchten diese Fertigkeiten nutzen, um das Land zu schützen, die Menschen zu trösten, das Gute zu fördern und das Schädliche zu beseitigen.
Der Winter naht. Ich sende diesen Brief über weite Entfernung zu Euch, mein Meister, in der Hoffnung, dass Ihr gut auf Euch achtet und Euch keine Sorgen um mich macht.