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Der Wind legt sich, Blätter fallen. Plötzlich fliegen Waldvögel erschrocken auf. Sie steht auf dem höchsten As…

Der Wind legt sich, Blätter fallen. Plötzlich fliegen Waldvögel erschrocken auf. Sie steht auf dem höchsten Ast und beobachtet die Banditen, die durch den Wald pfeifen. Ihr Schwert blitzt; bevor der Wind sich beruhigt, haben die Männer ihr Ende gefunden. Frauen und Kinder kriechen aus den Frachtkisten, werfen verstohlene Blicke auf die schwarz gekleidete Frau, die kaum anders als die Banditen wirkte. Sie zögern, schrecken vor dem Geruch von Blut zurück, verbeugen sich wortlos und schleichen mit schweren, zaghaften Schritten davon. Sie beugt sich hinab, um Wertgegenstände von den Leichen zu plündern, als plötzlich ein zarter Ruf durch den Schleier ihres Bambushuts dringt, mit dem Wind. "Danke, Held!" Held. Sie schüttelt den Titel von sich ab, so wie sie das Blut von ihrem Schwert schleudert. Die Welt ist verdorben. In Zeiten wie diesen kann jeder zufällige Vorübergehende jemanden töten und als Bandit bezeichnet werden; rette zwei Leben, und die Leute kleben dir den Titel "Held" auf, als wäre es nichts. Der Titel verbreitet sich schneller als Unkraut, billig und wertlos. Dieser Titel wird erst etwas bedeuten, wenn jeder Nahrung zu essen hat, Kinder älter als zehn Jahre werden können und die Hügel frei von Banditen sind. Eine solche Zeit nennt man Frieden. Jemand hatte ihr das einmal gesagt und es ihr versprochen. Nun jedoch ist er selbst zu einem Banditen geworden, einem, der sich nicht in den Bergen versteckt. Banditen in den Bergen wird sie töten. Banditen, die nicht in den Bergen sind, wird sie genauso töten. Die Vögel lassen sich im Wald nieder, nur um erneut aufzufliegen. Sie springt aus dem tiefen Wald hervor und fliegt zum nächten Ort, an dem Blut vergossen werden muss.

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