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Mit tiefster Verehrung verneigt sich Feng Dao vor Meister Kranich: Die Frühlingsberge liegen in Stille, und d…

Mit tiefster Verehrung verneigt sich Feng Dao vor Meister Kranich: Die Frühlingsberge liegen in Stille, und der Wind durch die Kiefern klingt wie Weinen. Es sind drei Jahre vergangen, seit Du auf dem Kranich in die Ferne rittest. Ich erinnere mich oft an unsere alten Diskussionen über die antiken scholastischen Ideale, wo Du gelobt hast, "alles unter dem Himmel zu erleuchten". Heute haben die Schüler der Akademie des Versiegelten Drachen sich im Reich verstreut und erfolgreich die Fackel Deiner Lehren weitergegeben. Ich schreibe, um Dir dies respektvoll zu berichten. Yang Que aus Huaiyang, der Deine direkte Unterweisung erhielt, hat nun in Chenzhou eine Gelehrtengesellschaft gegründet. Er sammelt Schüler und hat die örtlichen Akademien wiederhergestellt; unzählige Landadelige reisen meilenweit mit Büchern auf dem Rücken an, um teilzunehmen und den verehrten scholastischen Geist von einst lebendig werden zu lassen. Li Shandao aus Lushan reiste mit den Schriftrollen, die Du ihm anvertraut hast, nach Süden. Er baute sich einen Rückzugsort unterhalb des Fünf-Ältesten-Gipfels, und der Klang des Rezitierens hallt endlos aus der Weißer Hirsch-Höhle wider. Gelehrte aus Jiangzhou packen ihre eigenen Vorräte, nur um ihm zu folgen. In anderen Ländern wie Yuelu und Songyang entstehen ständig neue strohgedeckte Akademien. Bücher glänzen über die Felder, und die Klänge des Vortragens antworten sich von Morgendämmerung bis Abendrot. Ich habe den Himmel beobachtet und gesehen, wie der Stern des Wissens hell über den Zentralen Ebenen leuchtet. Du sagtest einst: "Die Fesseln am Tor des Geistes können nicht mit Äxten und Hellebarden zerschlagen werden." Nun hat ein Lichtstrahl sie durchdrungen, und eine klare Brise weht sanft herein. Obwohl es keinen Waffenklang gab, gedeiht der Durst nach Wissen. Dies ist wahrlich die Krönung Deiner zwanzig Jahre Blut und Schweiß. Doch die Flüsse und Berge bleiben dieselben, nur der Ruf des azurblauen Kranichs am Himmel fehlt. Wenn ich neuen Bambus am Fuß des Berges des Versiegelten Drachen durch die Felsen brechen sehe, stelle ich mir vor, wie Du auf Deinen Stab gestützt still die Felder betrachtest. Schüler sammeln sich nun wie Wolken, doch keiner hat das Glück, Dich mit einem Buch in der Hand die Halle betreten zu sehen. Dies wird für immer das größte Bedauern in meinem Herzen sein. Der zeitige Regen ist gefallen, doch der, der die Wolken säte, kennt nicht die Gnade, die er bringt; der Funke ist geschlagen, doch der, der ihn entzündete, kann die lodernde Prärie nicht sehen. Wie tief betrübt mich das! Ich kann nur diesen Becher Wein auf die Erde gießen, genau dort, wo Du einst die Fackel hieltest. Während mein Pinsel das Papier berührt, verliert sich mein Herz in Trauer, und ich weiß nicht, was ich noch sagen soll.

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