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Ich erinnere mich, dass es am Tag, als die Prinzessin ging, in Liangzhou überhaupt nicht schneite. Sie verlie…

Ich erinnere mich, dass es am Tag, als die Prinzessin ging, in Liangzhou überhaupt nicht schneite. Sie verließ uns am Kranich-Rückzugsort und ging allein in Richtung Heimat-Turm. Mingzhu machte sich Sorgen um sie und wollte ihr eine Laterne halten, doch sie winkte ab. Sie war jemand, der sich so sehr vor der Dunkelheit fürchtete, dass sie jede Nacht eine Lampe zum Schlafen brauchte. Doch sie sagte, sie würde zu jenem hohen Turm namens Heimat-Turm gehen, um den Mond zu finden, der den Weg nach Hause erleuchten könnte. Wir waren besorgt, wagten aber nicht, ihr zu widersprechen, und konnten ihr nur Schritt für Schritt folgen. Wir folgten ihr, als sie am duftenden Weinbecken vorbeischlenderte, die endlosen schneebedeckten Berge erklomm und dann anmutig den Heimat-Turm betrat. Das Mondlicht an jenem Tag war wahrhaft wunderschön, als könnte es den Frost und Wind von ihren Schläfen waschen. Die Prinzessin, ganz in Weiß gekleidet, trug nur eine Haarnadel. Sie sagte, es tue ihr leid, uns zu Exilanten wie sie selbst gemacht zu haben. Aber wie konnten wir ihr böse sein? Ohne sie wären wir längst in dem überwältigenden Schneesturm erfroren. Ich sah, wie sie den Turm namens Heimat-Turm erklomm, sanft die Hand ausstreckte, um den dünnen Nebel wegzuwischen. Endlich war der Mond bereit, ihr den Weg nach Hause zu erleuchten. Das Mondlicht ergoss sich wie eine zerbrochene Silbervase, floss von ihren Brauen und Haaren hinab in die sterbliche Welt. Das Licht sammelte sich am Grund des Teichs, dann füllte es den gesamten Heimat-Turm. Die Gestalt der Prinzessin tauchte im strömenden Mondlicht auf. Ich sah deutlich die Schichten der kaiserlichen Paläste hinter ihr, Reihe um Reihe, wie eine blühende Pfingstrose. Sie tanzte anmutig im Mondlicht, so strahlend und schön wie vor ihrer Hochzeit. Auch wir hoben unsere Röcke, wateten durch das Mondlicht, umringten sie und tanzten im Rhythmus, unsere bunten Ärmel flatterten. Ihr Schatten, Chang'ans Schatten, mein Schatten, alle zersprangen gemeinsam, dann vom Mondlicht zu Wellen gebraut, die die Pracht des blühenden Tang für eine Nacht hinauswogten. Ich sah, wie die Falten auf meinen Händen langsam verblassten, doch kristallklarer Frost bildete sich allmählich zwischen unseren Brauen. Das Mondlicht war so kalt, kalt genug, um einem die Knochen zu gefrieren. Oh, so scheint es... Ich muss mich falsch erinnert haben. Am Tag, als die Prinzessin ging, gab es in Liangzhou einen sehr, sehr starken Schneefall.

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